Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Veranstalter
für die Nutzung der Plattform „Fair-Bytes"
Zuletzt aktualisiert am 19.04.2026
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln die Nutzung der Ticketing-Plattform „Fair-Bytes", bestehend aus der mobilen Applikation „Fair-Bytes" (verfügbar im Apple App Store und Google Play Store) sowie den zugehörigen Webseiten unter der Domain fair-bytes.com, fair-bytes.de und deren Subdomains (gemeinsam „Plattform").
(2) Betreiberin der Plattform ist die Fair-Bytes GmbH, Auf der Steige 15, 71277 Rutesheim, Amtsgericht Stuttgart, HRB 795967, USt-IdNr.: DE370084943, E-Mail: info@fair-bytes.com (nachfolgend „Fair-Bytes").
(3) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, Vereine, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie sonstige Organisationen („Veranstalter"). Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Veranstalters werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, Fair-Bytes stimmt deren Geltung ausdrücklich in Textform zu.
2. Vertragsgegenstand
(1) Fair-Bytes stellt dem Veranstalter eine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) zur Verfügung, mit der der Veranstalter insbesondere Veranstaltungen anlegen und verwalten, Tickets erstellen und verkaufen, Bestellungen verwalten und Teilnehmerlisten führen sowie den Check-in von Teilnehmern per QR-Code-Scan durchführen kann (gemeinsam „Service").
(2) Der Veranstalter nutzt den Service über die mobile App „Fair-Bytes". Endkunden des Veranstalters können über eine dem Veranstalter zugewiesene Webseite (Subdomain unter fair-bytes.com) auf Veranstaltungen und Tickets zugreifen.
(3) Fair-Bytes stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Verfügung. Vertragspartner der Ticketkäufer ist ausschließlich der Veranstalter. Fair-Bytes ist weder Veranstalter noch Ticketanbieter im eigenen Namen, sondern reiner Software-Dienstleister.
(4) Der Veranstalter ist selbst dafür verantwortlich, gegenüber seinen Ticketkäufern eigene AGB, Widerrufs- und Rückerstattungsregelungen sowie alle gesetzlich erforderlichen Informationen bereitzustellen.
3. Zustandekommen des Vertrages
(1) Durch Registrierung eines Kontos in der Fair-Bytes-App und Bestätigung der AGB gibt der Veranstalter ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrages nach diesen AGB ab.
(2) Der Vertrag kommt zustande, sobald Fair-Bytes das Konto freischaltet oder den Zugang zum Service in sonstiger Weise bestätigt.
(3) Fair-Bytes ist berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(4) Fair-Bytes kann diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft anpassen. Über wesentliche Änderungen wird der Veranstalter in Textform informiert. Widerspricht der Veranstalter nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert. Hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
4. Nutzungsvoraussetzungen und Kontosicherheit
(1) Der Veranstalter sichert zu, dass alle bei der Registrierung gemachten Angaben richtig und vollständig sind und bei Änderungen unverzüglich aktualisiert werden.
(2) Der Veranstalter ist verpflichtet, Zugangsdaten (Passwörter, API-Keys etc.) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Er ist für sämtliche Aktivitäten verantwortlich, die über sein Konto vorgenommen werden.
(3) Fair-Bytes ist berechtigt, ein Konto vorübergehend zu sperren oder dauerhaft zu schließen, wenn der Veranstalter gegen diese AGB verstößt, der Verdacht einer missbräuchlichen oder betrügerischen Nutzung besteht oder fällige Zahlungen trotz Mahnung nicht beglichen werden.
(4) Der Veranstalter informiert Fair-Bytes unverzüglich, wenn der Verdacht besteht, dass Zugangsdaten unbefugt genutzt wurden.
5. Zahlungsabwicklung
(1) Die Zahlungsabwicklung zwischen Veranstalter und Ticketkäufer erfolgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Technology Company Limited) im Rahmen von Stripe Connect. Der Veranstalter schließt hierzu einen eigenen Vertrag mit Stripe ab und richtet dort ein Konto ein.
(2) Der Ticketkauf erfolgt direkt zwischen Ticketkäufer und Veranstalter. Das Geld fließt – abzüglich etwaiger Gebühren des Zahlungsdienstleisters – direkt auf das Konto des Veranstalters bei Stripe.
(3) Die Nutzung von Stripe richtet sich ausschließlich nach dessen Bedingungen und Datenschutzbestimmungen. Der Veranstalter ist verpflichtet, diese zu lesen und zu akzeptieren, bevor er Zahlungen über die Plattform entgegennimmt.
(4) Fair-Bytes übernimmt keine Haftung für die Verfügbarkeit, Funktionsfähigkeit oder Fehler von Stripe, für von Stripe erhobene Gebühren, Rücklastschriften oder sonstige Kosten sowie für Verzögerungen oder Ausfälle bei Auszahlungen durch Stripe.
6. Vergütung
(1) Für die Nutzung des Service fällt eine Gebühr von 0,29 € (netto) pro verkauftem Ticket an. Es gibt keine Grundgebühr, keine Mindestabnahme und keine Vorauszahlung.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich. Fair-Bytes erstellt eine Rechnung über die im vorangegangenen Monat verkauften Tickets und versendet diese an den Veranstalter.
(3) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
(4) Gebühren von Fair-Bytes sind nicht erstattungsfähig, insbesondere nicht bei Absage, Verschiebung oder Änderung von Veranstaltungen, bei Nichterscheinen von Gästen oder bei technisch oder organisatorisch vom Veranstalter zu vertretenden Problemen.
(5) Gerät der Veranstalter mit Zahlungen in Verzug, ist Fair-Bytes berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen und den Zugang zur Plattform ganz oder teilweise zu sperren, bis alle offenen Beträge beglichen sind.
7. Pflichten des Veranstalters
Der Veranstalter verpflichtet sich insbesondere,
- sämtliche gesetzlichen Anforderungen für seine Veranstaltungen, Produkte und Leistungen (u. a. Steuerrecht, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Sicherheits- und Veranstaltungsrecht) einzuhalten,
- Ticketkäufer über Veranstaltungsbedingungen, Umbuchungen, Absagen und Rückerstattungsregeln selbst zu informieren,
- alle Kommunikation mit den Ticketkäufern selbst zu übernehmen und Ticketkäufer bei Rückfragen nicht an Fair-Bytes zu verweisen,
- Bestellungen, Berichte und Exportdaten eigenverantwortlich zu sichern und im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zu archivieren,
- bei Änderungen von Veranstaltungen die entsprechenden Angaben in der App unverzüglich zu aktualisieren.
8. Datenschutz und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
(1) Fair-Bytes verarbeitet personenbezogene Daten des Veranstalters gemäß der jeweils gültigen Datenschutzerklärung.
(2) Soweit Fair-Bytes im Rahmen der Plattform personenbezogene Daten von Ticketkäufern und Veranstaltungsteilnehmern im Auftrag des Veranstalters verarbeitet, handelt sie als Auftragsverarbeiterin im Sinne von Art. 28 DSGVO.
(3) Für diese Verarbeitung gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) von Fair-Bytes, der Bestandteil dieses Vertrages ist. Der jeweils aktuelle AVV ist in der App und auf der Website von Fair-Bytes abrufbar.
(4) Mit Zustimmung zu diesen AGB akzeptiert der Veranstalter zugleich den AVV in der jeweils gültigen Fassung.
(5) Der Veranstalter ist datenschutzrechtlich Verantwortlicher gegenüber den Ticketkäufern. Er stellt sicher, dass eine ausreichende Rechtsgrundlage (z. B. Einwilligung, Vertragserfüllung) für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten besteht.
(6) Exportiert der Veranstalter Daten aus der Plattform (z. B. CSV-Export), ist er allein dafür verantwortlich, diese Daten rechtskonform zu nutzen.
9. Inhalte des Veranstalters
(1) Der Veranstalter ist allein verantwortlich für sämtliche Inhalte (Texte, Bilder, Videos, Logos, Veranstaltungsbeschreibungen, Preise etc.), die er in die Plattform einpflegt.
(2) Der Veranstalter sichert zu, dass seine Inhalte keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) verletzen, keine strafbaren, diskriminierenden, pornografischen, jugendgefährdenden oder sonst unzulässigen Inhalte enthalten und nicht irreführend oder wettbewerbswidrig sind.
(3) Der Veranstalter räumt Fair-Bytes ein einfaches, nicht übertragbares, räumlich und zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes Nutzungsrecht ein, die Inhalte im Rahmen der Bereitstellung des Service darzustellen und technisch zu verarbeiten.
(4) Fair-Bytes ist berechtigt, Inhalte zu sperren oder zu entfernen, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Rechtsverstoß bestehen oder Beschwerden Dritter eingehen.
10. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen des Service
(1) Fair-Bytes bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Service, schuldet jedoch keine 100%ige Verfügbarkeit.
(2) Wartungsarbeiten, Updates und Anpassungen können zu kurzzeitigen Unterbrechungen führen. Soweit möglich, werden planbare Wartungen außerhalb typischer Nutzungszeiten durchgeführt.
(3) Fair-Bytes ist berechtigt, Funktionen der Plattform zu erweitern, zu ändern oder einzustellen, soweit dadurch die Hauptleistungspflichten nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
11. Haftung
(1) Fair-Bytes haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer schuldhaften Pflichtverletzung von Fair-Bytes, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Für sonstige Schäden haftet Fair-Bytes nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Fair-Bytes nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Weitergehende Schadensersatzansprüche gegenüber Fair-Bytes – gleich aus welchem Rechtsgrund – sind ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Die Haftung für entgangenen Gewinn, Umsatzausfälle, ausgefallene Ticketverkäufe, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
(5) Die Haftung von Fair-Bytes ist der Höhe nach – mit Ausnahme der Fälle nach Abs. 1 – auf die Summe der vom Veranstalter in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an Fair-Bytes gezahlten Vergütungen begrenzt, sofern nicht zwingendes Recht eine weitergehende Haftung vorschreibt.
(6) Fair-Bytes haftet insbesondere nicht für Ausfälle oder Störungen, die auf höhere Gewalt, behördliche Anordnungen, Strom- oder Internetausfälle, Angriffe auf die Infrastruktur oder sonstige nicht von ihr zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, für Fehlkonfigurationen oder Bedienfehler auf Seiten des Veranstalters sowie für Ausfälle oder Fehler von Stripe oder anderen externen Dienstleistern.
12. Laufzeit und Kündigung
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.
(2) Beide Parteien können den Vertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende in Textform kündigen.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Veranstalter trotz Mahnung wiederholt mit Zahlungen in Verzug ist, der Veranstalter gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt oder der Veranstalter die Plattform missbräuchlich oder rechtswidrig nutzt.
(4) Bei Vertragsende bleibt der Veranstalter zur Zahlung sämtlicher bis dahin aufgelaufener Gebühren verpflichtet. Zugänge zum System werden gesperrt; Exportfunktionen stehen ggf. nur noch zeitlich begrenzt zur Verfügung.
13. App-Store-Bestimmungen
(1) Die Fair-Bytes-App wird über den Apple App Store und den Google Play Store vertrieben. Der Veranstalter nimmt zur Kenntnis, dass weder Apple Inc. noch Google LLC Vertragspartner dieses Nutzungsvertrages sind.
(2) Apple und Google übernehmen keine Gewährleistung für die App und haften nicht für Ansprüche des Veranstalters im Zusammenhang mit der Nutzung der App.
(3) Für die Nutzung der App gelten zusätzlich die jeweiligen Nutzungsbedingungen des Apple App Store bzw. des Google Play Store.
14. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB und dem Nutzungsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – Stuttgart.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt.
(4) Nebenabreden, Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Änderung dieses Textformerfordernisses.